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Zahnärzte und Zahnkliniken in Ungarn



Zahnbehandlungen mit einer Herzerkrankung

Kurzinfo - Zahnbehandlungen mit einer Herzerkrankung

Bitte geben Sie vor einer Zahnbehandlung immer an, an welcher Herzerkrankung sie leiden. Auch z.B. Bluthochdruck ist für den behandelnden Zahnarzt wichtig zu wissen.

Detailinfo

Nur mit dem Wissen über ihren gesundheitlichen Status können etwaige Komplikationen - allergische Reaktionen bis hin zu ebensbedrohlichen Zwischenfällen vermieden werden.

Tägliche Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten können z.B. bei der zusätzlichen Gabe von Schmerzmitteln mit adrenalinhältigen Substanzen (Lokalanästhesie) Komplikationen hervorrufen.

Auch Antibiotika oder Entzündungshemmer, die ihnen ihr Zahnarzt verschreibt, können sich mit ihren blutdrucksenkenden Medikamenten nicht vertragen.

Als Patient mit einer bestehenden koronaren Herzerkrankung ist es wichtig, nicht nur den Zahnarzt darüber zu informieren, sondern bereits bei der Auswahl des Zahnarztes zu hinterfragen, ob dieser mit Ihrer Erkrankung umzugehen weiss. Auch sollte die Möglichkeit bestehen, dass bei einer größeren Zahnbehandlung eventuell eine leichte Sedierung (ohne adrenalinhältigen Substanzen) erfolgen kann um Stress oder Angst zu dämpfen, da diese ein Auslöser eines plötzlichen
Blutdruckanstieges sein können.

Bei Patienten mit Herzrhytmusstörungen besteht die Gefahr, dass Reize durch zahnmedizinische Manipulationen am Rachen (Abdruck, Sauger, Spiegel,...) eine plötzliche Herzfrequenzsenkung unter 50 Schlägen/min auslösen können.

Wenn Sie als Patient einen Herzschrittmacher oder einen implantierbaren Defibrillator tragen so muss der Zahnarzt entscheiden, ob z.B. ein Ultraschall-Scaler für die Zahnsteinentfernung oder ein elektrisches Wurzelkanalmessgerät eingesetzt werden dürfen. Elektrochirurgie-Instrumente zum Schneiden oder zur Blutstillung können nachweislich von Störungen bis zum Systemausfall der Herzschrittmacher und zu Verbrennungen um die Schrittmachersonden führen. Dabei ist sogar im Einzelfall eine Störung über 2 m Entfernung denkbar.

Als Patient mit einem Herzklappenfehler oder Herzklappenersatz ist eine bakterielle Infektion das größte Risiko. Vor jeder zahnärztlichen Behandlung sollten sie eine orale Desinfektion durchführen. Der behandelnde Zahnarzt wird auch entscheiden, ob eine prophylaktische Antibiotikagabe notwendig ist, und er sollte diese Entscheidung mit den behandelnden Hausarzt abstimmen. Auch dürfen blutgerinnungshemmende Medikamente nicht abgesetzt werden.

2016-08-01 06:49:25