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Was passiert bei einem Kieferknochenaufbau?

Kurzinfo - Was passiert bei einem Kieferknochenaufbau?

Unter einem Kieferknochenaufbau versteht man den Wiederaufbau von verloren gegangener Knochensubstanz im Ober- bzw. Unterkiefer durch einen operativen Eingriff.

Detailinfo

Es gibt verschiedene Operationsarten, diese sollten individuell an jeden Patienten angepasst werden.

1.) Der Aufbau mittels Knochenblock ist dann erforderlich, wenn der Kiefer schon so stark zurückgegangen ist, dass die Restknochenbreite/-höhe für ein Implantat zu gering ist. Dafür kann körpereigener, körperfremder oder synthetischer Knochen verwendet werden.

Der dafür entnommene Knochenblock wird nach Ablösen der am Kieferkamm liegenden Schleimhaut angepasst umd mittels Titan-Nägel oder Schrauben fixiert. Spalträume zwischen dem Knochentransplantat und Kieferknochen werden mit Knochenersatzmaterial, Knochenspäne und Eigenblut aufgefüllt.

2.) Der Aufbau durch die sogenannte Kieferkammspaltung erfolgt nach einer Betäubung des Operationsgebietes. Dann wird die Schleimhaut abgelöst und der freigelegte Knochen wird mittig, durch dünne Instrumente gespalten. Mit einem Knochenmeissel werden die beiden Knochenanteile behutsam auseinander gedehnt.

Wenn möglich können die Implantate direkt im Anschluss gesetzt werden. Die Hohlräume werden mit Knochenersatzmaterial und Eigenblut aufgefüllt.

Sollte dies nicht möglich sein (in den meisten Fällen !) erfolgt eine Abdeckung des behandelten Knochens mit einer auflösbaren Membrane und darüber ein Verschluss der Schleimhaut. Erst nach Regeneration des Knochens wird der Hohlraum mit Knochenersatzmaterial versorgt und die Schleimhaut vernäht. Sobald das Material eingeheilt ist erfolgt die Zahnimplantation.

3.) Das vom Mediziner Ilizarow entwickelte Verfahren der Verlängerung von Knochen (Arm und Beinknochen), wird bei Bedarf auch in der Zahnheilkunde eingesetzt. Hier wird der Kieferkammknochen gespalten und durch eine eingesetzte Schraube kontinuierlich auseinander gedehnt. Zwischen den beiden Knochenstücken läuft die Knochenheilung durch Bildung neuen Gewebes ab.

Um den Bruchspalt zu verknöchern, dauert es bis zu drei Monate. Nach Abschluss dieser Behandlung kann das Zahnimplantat eingesetzt werden.

4.) Sofortige Auffüllung nach einer Zahnentfernung
Diese Technik verhindert den beginnenden Knochenabbau. Hier wird gleich nach der Zahnentfernung das Zahnfach mit Knochenersatz oder Knochenmaterial aufgefüllt und mit einer Membrane abgedeckt. Auf diese Weise kann der Knochenverlust vermieden werden. Nach einer Einheilungsphase von bis zu fünf Monaten kann ein Zahnimplantat gesetzt werden.

5.) Beim "SINUSLIFT" wird die sogenannte Schleimhaut-Knochenhaut-Schicht angehoben. In den geschaffenen Hohlraum werden körpereigene Knochen oder Knochenersatzmaterialien eingebracht. Der "Externe Sinuslift" mit sofortiger Implantation kann bei einer Kammhöhe von mindestens 4mm erfolgen und hat den Vorteil, dass das Implantat sofort eingesetzt wird. Liegt die Kammhöhe unter 4mm kann das Implantat erst nach ca. 6 Monaten eingesetzt werden.

2015-02-18 12:22:35